Frühlingssemester 2007
Prof. Dr. Urs Meyer


Vorlesung: Bertolt Brechts Erzählprosa (Weimarer Republik und Exil)


Brecht gilt als einer der bedeutendsten Dramatiker der deutschen Literaturgeschichte. Weniger bekannt als seine Dramen ist sein erzählerisches Werk. Doch schon der in Augsburg lebende vierundzwanzigjährige Brecht verfasste 1921 seine Erzählung "Bargan läßt es sein". Zu den wichtigsten Erzähltexten Brechts gehören die "Kalendergeschichten" (1949), in denen auch die "Geschichten vom Herrn Keuner" enthalten sind. Brecht kann mit Blick auf sein erzählerisches Werk nicht zuletzt auch als Autor von Kinder- und Jugendliteratur neu entdeckt werden. Behandeln werden wir u.a. die folgenden Erzählungen und Prosatexte Brechts:


– Bargan läßt es sein (verfasst 1921)
– Der Lebenslauf des Boxers Samson-Körner (1926)
– "Nordseekrabben" oder Die moderne Bauhaus-Wohnung (1926)
– Geschichten vom Herrn Keuner (verfasst ab 1930, publ. postum 1958, Zürcher Fassung 2002)
– Dreigroschenroman (1934)
- Die Geschäfte des Herrn Julius Cäsar (verfasst 1937-1939, publ. 1957)
- Der Augsburger Kreidekreis (1940)
- Flüchtlingsgespräche (verfasst 1940-1944, publ. 1961)
- Kalendergeschichten (1948, inkl. 39 Keuner-Geschichten)

Zur Anschaffung empfohlen: Bertolt Brecht: Die Flaschenpost und andere Erzählungen aus der Weimarer Zeit. Hg. v. Jan Knopf. Frankfurt am Main 2003.
Zur weiteren Information empfohlen: Jan Knopf (Hg.): Brecht Handbuch. Bd. 3: Prosa, Filme, Drehbücher. Stuttgart 2002